12.10.2026 | Rückblick

Rückblick Mini-Romreise 2026

Fünf Tage Rom, unzählige Schritte, viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten und jede Menge gemeinsame Erlebnisse: Anfang Oktober machten sich 54 Ministrantinnen und Ministranten aus dem Pastoralraum im Rottal und Pastoralraum Luzerner Hinterland gemeinsam mit neun Begleitpersonen auf den Weg in die Stadt Rom.

Auf dem Programm standen bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Petersdom, das Kolosseum und die Engelsburg. Aber auch besondere Erlebnisse wie die Papstaudienz, ein Besuch bei der Schweizergarde und eine nächtliche Rundfahrt durch Rom durften nicht fehlen. Neben dem abwechslungsreichen Programm blieb immer wieder Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken und die Gemeinschaft zu geniessen. Was die Minis auf der Romreise alles erlebt haben, erzählen sie in den folgenden Tagesberichten.

 

Montag – Ankunft in der Ewigen Stadt

Bevor wir am Sonntagabend nach Rom aufbrachen, trafen wir uns in der Kirche in Ettiswil und empfingen den Reisesegen. Anschliessend ging es mit dem Car auf die über zehnstündige Fahrt nach Rom. Das Schlafen im Car war ziemlich unbequem, weshalb wir am nächsten Morgen alle noch etwas müde waren. In Rom angekommen, stärkten wir uns mit einem kleinen Frühstück aus unserem Minirucksäckli. Danach besuchten wir die Basilika des heiligen Paulus. Anschliessend fuhren wir mit dem Car zu den unterirdischen Grabstätten der Domitilla-Katakomben, die wir bei einer Führung erkundeten. Danach liefen wir zu Fuss zur Statue des heiligen Tarzisius, dem Schutzpatron der Ministrantinnen und Ministranten und machten dort einen grossen Begrüssungskreis. Anschliessend brachte uns der Car zum Hotel, wo wir das Mittagessen geniessen durften. Am Nachmittag marschierten wir zum Petersplatz. Dort bestiegen wir die Kuppel des Petersdoms und genossen die eindrückliche Aussicht über Rom. Danach besichtigten wir den Petersdom, die grösste Kirche der Welt. Nach diesem erlebnisreichen ersten Tag ging es zurück ins Hotel. Wir bezogen unsere Zimmer und liessen den Abend bei einem feinen Nachtessen ausklingen.

 

Dienstag – Schweizergarde, Engelsburg und Rom bei Nacht

Am Dienstag liefen wir nach dem Zmorgen direkt zur Schweizergarde. Dort erhielten wir in zwei Gruppen eine interessante Führung. Die eine Gruppe wurde von einem jungen Schweizer Gardisten begleitet, die andere von einem ehemaligen Gardisten aus Fischbach, der für zwei Wochen im Vatikan aushalf. Es war sehr spannend zu erfahren, wie die Gardisten ausgebildet werden, wie sie ihre Einsätze üben und welche Aufgaben sie im Vatikan übernehmen. Auch erfuhren wir, dass die alten Kasernen der Schweizergarde bald abgerissen und neu aufgebaut werden sollen. Nach der Führung hatten wir etwas freie Zeit und durften uns in der Innenstadt selbst einen Platz fürs Mittagessen suchen. Neben den vielen Restaurants mit Pizza und Pasta gab es sogar einen McDonald's. Am Nachmittag besuchten wir die Engelsburg. Da sehr viele Menschen da waren, mussten wir leider ziemlich lange warten. Doch das Warten lohnte sich: Oben angekommen, konnten wir eine tolle Aussicht über Rom geniessen. Auf der Burg steht auch die grosse Engelsfigur, nach der die Engelsburg benannt ist. Selbst der leichte Regen konnte unsere gute Stimmung nicht trüben. Zurück in der Innenstadt hatten wir Zeit fürs Nachtessen und konnten selbst entscheiden, wo und was wir essen wollten. Später fuhren wir mit der sehr vollen Metro zum Bahnhof Termini. Dort stiegen wir in einen Tour-Bus, mit dem wir eine wunderschöne Rundfahrt durch Rom bei Nacht geniessen durften. Es war beeindruckend, die beleuchtete Stadt einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Anschliessend ging es mit der Metro zurück ins Hotel, wo nach diesem langen Tag wahrscheinlich alle ziemlich schnell einschliefen.

 

Mittwoch – Papstaudienz und Kolosseum

Der dritte Tag unserer Romreise begann schon sehr früh, denn an diesem Morgen stand ein ganz besonderer Programmpunkt auf dem Plan: die Papstaudienz auf dem Petersplatz. Gemeinsam mit vielen anderen Gläubigen aus der ganzen Welt durften wir Papst Leo XIV. erleben. Anschliessend hatten wir über den Mittag freie Zeit, um die Stadt in kleineren Gruppen zu erkunden und etwas zu essen. Am Nachmittag besuchten wir das fast 2000 Jahre alte Kolosseum. Es war sehr interessant, dieses beeindruckende Bauwerk, in dem früher die Gladiatorenkämpfe stattfanden, aus nächster Nähe zu sehen und zu erkunden. Danach ging es weiter zur Basilika Santa Maria Maggiore, in der Papst Franziskus begraben liegt. Auch diese grosse und eindrückliche Kirche war einen Besuch wert. Nach einer weiteren vollen Metrofahrt durften wir am Ende des Tages unser Nachtessen im Hotel geniessen und uns von den vielen Erlebnissen erholen.

 

Donnerstag – Pantheon, Glace und ein gemütlicher Abschluss

In der Nacht zuvor hatte es noch heftig gewittert und stark geregnet. Beim Frühstück war davon zum Glück nicht mehr viel zu sehen und im Verlauf des Vormittags blieb es trocken. Am Vormittag wollten wir eigentlich das Pantheon besuchen. Da die Warteschlange aber viel zu lang war, änderten wir spontan unseren Plan und gingen auf einen Markt in der Nähe, wo wir uns etwas fürs Mittagessen besorgten. Anschliessend besichtigten wir die Kirche Nostra Signora del Sacro Cuore, die Titelkirche des Schweizer Kardinals Kurt Koch aus Basel ist. Nach dem individuellen Mittagessen in der Gegend rund um die Piazza Navona starteten wir einen zweiten Versuch, das Pantheon zu besuchen. Diesmal mit Erfolg! Mit einem Smartphone-Audioguide konnten wir das beeindruckende, fast 2000 Jahre alte Bauwerk entdecken und erfuhren viel über seine Geschichte. Danach gab es für alle ein feines Glace in einem berühmten Glaceladen Gelateria Della Palma mit unglaublichen 150 verschiedenen Sorten. Da fiel die Auswahl bestimmt nicht allen leicht! Anschliessend besuchten wir die spanische Treppe und liessen unseren letzten Tag in Rom gemütlich im Stadtpark Villa Borghese ausklingen. Nach den vielen Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen der vergangenen Tage war dies ein schöner Abschluss unseres Aufenthalts in der Ewigen Stadt. Am Abend hiess es dann Abschied nehmen von Rom und wir machten uns mit dem Car auf die Heimreise.

 

Freitag – Zurück in der Schweiz

Nach einer wiederum mehr oder weniger bequemen Nachtfahrt im Car erreichten wir am Freitagmorgen den Kanton Luzern. Um 7.15 Uhr kamen wir in Buttisholz an, wo wir unsere gemeinsame Romreise mit einem grossen Tschüsskreis abschlossen. Damit gingen fünf erlebnisreiche Tage voller spannender Entdeckungen, gemeinsamer Erlebnisse und unvergesslicher Momente zu Ende. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck machten wir uns schliesslich auf den Heimweg.

 

Thomas Künzli / Ministranten und Ministrantinnen